Fair Travel

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Fair Travel ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die 2005 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Tourismus zu etablieren. Durch kleine Spenden werden in den Entwicklungs- und Schwellenländern soziale und umweltliche Projekte entwickelt und finanziert. Fair Travel arbeitet mit Behörden und öffentlichen Bildungsinstitutionen zusammen und richtet sich dabei an den Auflagen der UNO zur Bekämpfung der weltweiten Armut, die auch als "Millenium Development Goals" bekannt sind.

Ziele

Im Mittelpunkt der Arbeit der Fair Travel steht die Reduzierung der Armut vor allem in Entwicklungsländern und Erhöhung des Lebensstandards der dortigen Bevölkerung. Entwicklungsländer sollen so auf langfristige Sicht von den westlichen Hilfen weitgehend unabhängig werden. Obwohl die Steigerung und Entwicklung der Reisebranche einigen Touristikregionen der Dritten Welt zu einer besseren Wirtschaftslage verholfen hat und in vielen Ländern der stärkste Wirtschaftszweig ist, so kommt jedoch der Nutzen davon der Bevölkerung nicht gleichmäßig zugute. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum durch Tourismus werden gleichermaßen auch die Ressourcen sowie das Ökosystem des jeweiligen Landes. Fair Travel will speziell Reisende für Probleme der Entwicklungsländer sensibilisieren und dazu ermutigen, mit einem kleinen Spendenbeitrag pro Reise und pro Person Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Im Zusammenhang mit den Weltentwicklungszielen beabsichtigt Fair Travel, nicht nur die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern und deren Eigenständigkeit zu etablieren, sondern auch die ökologische und kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Projekte

Michoacan

Durch jahrelange Abholzung der Wälder im mexikanischen Bundesstaat Michoacán sind in Teilen der Region die ursprünglich dort beheimateten Pflanzen und Tiere fast vollständig verschwunden. Die Wälder wurden vernichtet, um die Gebiete landwirtschaftlich zu nutzen. 2006 startete Fair Travel ein Projekt, das die biologische Diversität wiederherstellen soll und die mexikanischen Bauern über nachhaltig orientierte Landnutzung aufklären soll. Die Hilfemaßnahmen in Form von Geld- und Sachleistungen zielen einerseits auf Eikommensstabilisierung der Arbeiter, andererseits auf Aufforstung der betroffenen Gegenden und somit die Wiederherstellung des natürlichen Lebensraumes der lokalen Flora und Fauna.

Niassa-Wälder

Das Niassa Reservat liegt im Norden von Mosambik und gilt als eine der am wenigsten erkundeten Gegenden. Trotz dessen ist das große Waldökosystem durch Ausnutzung vom Aussterben bedroht. Das Projekt zur Erhaltung des Reservates startete 2007. Das Ziel ist es, die Vielfalt des Wildlebens in der Region mit der menschlichen Lebenstätigkeit so in Einklang zu bringen, dass eine langfristige Lebensgrundlage für Mensch und Tier gebildet werden kann. Bereits circa 200 ha wurden mit Setzlingen bepflanzt, auf weiteren 100 ha wurde die Bepflanzung beantragt.

Benares

Im Jahr 2007 wurde von Fair Travel ein Kinderheim in der indischen Region Benares geöffnet. Die Region zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an obdachlosen und unter der Armutsgrenze lebenden Kinder. Die Kinder sind durch ihre Situation gezwungen, im frühen Alter arbeiten zu gehen, ansonsten müssen sie betteln oder stehlen. Sie haben keinen Zugang zur Bildung oder Medizinversorgung, sind der körperlichen und seelischen Gewalt ausgesetzt. Im Kinderheim finden sie in den geregelten Tagesablauf zurück, gehen in die Schule und werden psychologisch betreut. So können sie sich kindesgerecht entwickeln und bekommen eine Chance auf eine sichere Zukunft.

Links

fair-travel.net Homepage

Siehe auch

atmosfair
Ökotourismus