Gepäck

Aus PASSAGIERRECHTE
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Als Gepäck bezeichnet man die Menge an Privatsachen, die ein Passagier auf seine Reise mitnimmt. Bei Flugreisen wird zwischen Handgepäck und aufgegebenem Gepäck (Hauptgepäck) unterschieden.

Rechtlicher Begriff

Unter dem Begriff des Reisegepäcks nach Art. 17 II MÜ ist zunächst jegliches Reisegepäck des Reisenden zu verstehen. Dabei ist „Reisender“, wer mit einer Fluggesellschaft („Luftfrachtführer“) einen Luftbeförderungsvertrag geschlossen hat und aufgrund dessen befördert wird. Dabei wird in der Regel kein zusätzlicher Vertrag über die Beförderung des Reisegepäcks geschlossen, sie ist vielmehr bereits Bestandteil des Luftbeförderungsvertrages. Das , geht davon aus, dass Passagiere grundsätzlich immer dazu berechtigt sind, ein Handgepäckstück während des Fluges kostenlos mitzuführen. Kommt es bei bestimmten Flugtarifen zu Einschränken diesbezüglich, so müssen diese Einschränkungen daher mit dem Reisenden bei Vertragsschluss unmissverständlich geklärt werden.

Umfasst sind Gegenstände, die vom Reisenden nach der Vereinbarung der Parteien in demselben Flugzeug zur Entgegennahme am Bestimmungsort mitgeführt werden. Güter i.S.v. Art. 5 I MÜ sind hingegen Gegenstände, die ohne Bezug zu Personen auf dem Luftweg befördert werden. Tiere sind nach der Auffassung des OLG Düsseldorf, Urt. v. 12.1.1978 – 18 U 118/77 als Gut anzusehen. Eine Ausnahme dazu stellen in der Praxis Haustiere, bei denen eine besondere Absprache getroffen wurde oder die Begleitumstände eine Klassifizierung als Reisegepäck darstellen. Die Haftungsfrage differenziert zwischen aufgegebenem Gepäck und nicht aufgegebenem Gepäck.

Handgepäck

Allgemeines

Das Handgepäck umfasst alle Gepäckstücke, die ein Fluggast in die Kabine mitnimmt. Die kostenfreie Mitnahme ist in der Regel auf ein Gepäckstück begrenzt, für welches es weitere Bestimmung bezüglich der höchsten erlaubten Maße und des maximalen Gewichtes gibt. Oft sind auch eine Damentasche und ein Laptop mit Tasche erlaubt. Für die im Handgepäck mitgeführten Sachen gibt es strenge Bestimmungen, die die Sicherheit an Bord des Flugzeuges erhöhen. Im Flugzeug muss das Handgepäck in die Ablage über den Sitzen weggeräumt werden. Schweres Gepäck sollte aber unter dem Vordersitz verstaut werden. Aus rechtlichen Gründen ist es empfehlenswert, wertvolle Gegenstände, sofern ihre Maße und Gewicht zulässig sind, im Handgepäck mitzuführen. Für den Verlust von Gepäck mit besonderen Wertsachen, welche aber problemlos im Handgepäck transportiert werden können, ordnen die Gerichte in der Regel keinen Schadensersatz an, da solche Situationen einen sogenannten Fall des Mitverschuldens darstellen (siehe: Gepäckbeschädigung).

Zugelassene Größe und Gewicht

Die Kontrolle der Maximalmaße und des Maximalgewichts werden immer strikter, so dass es schon bei einer geringen Überschreitung der Vorgaben zu einem enormen Mehrpreis (durchschnittlich 30 - 50 €) führen kann. Deshalb empfiehlt es sich, diese wichtigen Informationen vor Abflug in Erfahrung zu bringen und einzuhalten, da es auch hier immer wieder zu Änderungen kommt.

Die erlaubte Größe ist nicht einheitlich festgelegt, weshalb die zugelassenen Maße des Handgepäcks je nach Fluggesellschaft variiert. Viele Fluggesellschaften geben die maximalen Abmessungen von 55 x 40 x 20 cm für das Handgepäck aufgrund der Empfehlung der IATA von 56 x 45 x 25 cm. Beim Abmessen des Handgepäckstücks ist es wichtig, alle Griffe, Außentaschen und Rollen mit einzurechnen, da die angegebenen Maße diese mit einschließen. Das zugelassene Gewicht ist ebenso wie die Größe nicht einheitlich festgelegt, weshalb es bei der Gewichtsbestimmung der verschiedenen Fluggesellschaften zu großen Unterschieden kommen kann. Das Maximalgewicht befindet sich meistens zwischen 5 kg und 12 kg. Das Handgepäckstück wird oftmals bereits beim Check-in mit einer Klebemarke versehen, auf dem "approved carry-on" oder auch "approved cabin bag" steht. Gewicht, Größe und Inhalt des jeweiligen Gepäckstücks sind ausschlaggebend dafür, ob es als Handgepäck mit an Bord des Flugzeuges darf oder als Aufgabegepäck im Frachtraum befördert wird. Das Handgepäck-Bändchen wird vorab verteilt, damit das Boarding beschleunigt wird. Zusätzliche Kontrollen am Gate oder in der Flugzeugkabine sind nicht mehr erforderlich.

Die angegebenen Bestimmungen beziehen sich auf die Handgepäckstücke von Fluggästen, die in der Economy Class reisen. Keine Gewähr auf die untenstehenden Werte. Bitte erkundigen Sie sich vor Abflug auf den entsprechenden Internetseiten der jeweiligen Fluggesellschaft über die Gepäckbestimmungen.

Fluggesellschaft max. Abmessung max. Gewicht
Adria 55 x 40 x 23 cm 8 kg
Aerolineas Argentinas l + b + h = max. 115 cm 10 kg (Inland Argentinien 8 kg)
Aer Lingus 55 x 40 x 24 cm 10 kg
Aeroflot 55 x 40 x 25 cm 10 kg
Air Algerie 55 x 35 x 25 cm 10 kg
Air Baltic 55 x 40 x 20 cm + zusätzl. Tasche 40 x 30 x 10 cm insgesamt 8 kg
Air Canada 55 x 40 x 23 cm
Air China 55 x 40 x 20 cm 5 kg
Air Dolomiti 55 x 40 x 20 cm 7 kg
Air France 55 x 35 x 25 cm 12 kg
Air Malta 55 x 40 x 20 cm 10 kg
Air Moldova 50 x 40 x 25 cm 8 kg
AirSerbia 55 x 40 x 20 cm 8 kg
Alitalia 55 x 35 x 25 cm 8 kg
American Airlines 56 x 36 x 23 cm
ASL Airlines France l + b + h = max. 115 cm (nur ein Gepäckstück) 8 kg
Atlasglobal 56 x 45 x 25 cm 8 kg
Austrian Airlines 55 x 40 x 23 cm 8 kg
Belavia l + b + h = max. 115 cm 8 kg
Blue Air 55 x 40 x 20 cm 10 kg
British Airways 56 x 45 x 25 cm 23 kg
Brussels Airlines 55 x 40 x 23 cm 12 kg
Bulgaria Air 55 x 40 x 23 cm 10 kg
Cathay Pacific Airways 56 x 36 x 23 cm 7 kg
Condor 55 x 40 x 20 cm 6 kg
Croatia Airlines 55 x 40 x 20 cm + zusätzl. Tasche 40 x 30 x 10 cm 8 kg
Czech Airlines 55 x 45 x 25 cm 8 kg
Delta Air Lines 56 x 35 x 23 cm
easyJet 56 x 45 x 25 cm
Edelweiss Air 55 x 40 x 23 cm 8 kg
EgyptAir 58 x 45 x 25 cm 8 kg
Emirates 55 x 38 x 20 cm 7 kg
Etihad Airways 50 x 40 x 25 cm 7 kg
Eurowings 50 x 40 x 23 cm + zusätzl. Tasche 40 x 30 x 10 cm 8 kg
Finnair 56 x 45 x 25 cm 8 kg
Germania 55 x 40 x 20 cm 6 kg
Iberia 56 x 45 x 25 cm
Icelandair 55 x 40 x 20 cm 10 kg
KLM 55 x 35 x 25 cm 12 kg
LATAM 55 x 35 x 25 cm 8 kg
Laudamotion 55 x 40 x 20 cm (Gepäckraum) + zusätzl. Tasche 35 x 20 x 20 cm (Kabine) 10 kg
Lufthansa 55 x 40 x 23 cm 8 kg
Malaysian Airline 56 x 36 x 23 cm 7 kg
Norwegian 55 x 40 x 23 cm 10 kg
Oman Air 51 x 41 x 24 cm 7 kg
Pegasus Airlines 55 x 40 x 20 cm 8 kg
Qantas Airways 56 x 36 x 23 cm 7 kg
Qatar Airways 50 x 37 x 25 cm 7 kg
Royal Air Maroc l + b + h = max. 115 cm 10 kg
Ryanair 55 x 40 x 20 cm (Gepäckraum) + zusätzl. Tasche 35 x 20 x 20 cm (Kabine) insgesamt 10 kg
SAS 55 x 40 x 23 cm 8 kg
Singapore Airlines l + b + h = max. 115 cm 7 kg
SunExpress 55 x 40 x 20 cm 8 kg
Swiss 55 x 40 x 23 cm 8 kg
TAP Air Portugal 55 x 40 x 20 cm 8 kg
TUIfly Deutschland 55 x 40 x 25 cm 10 kg
Turkish Airlines 55 x 40 x 23 cm 8 kg
United Airlines 56 x 35 x 22 cm + zusätzl. Tasche 43 x 25 x 22 cm
Vietnam Airlines 56 x 36 x 23 cm 7 kg
Vueling 55 x 40 x 20 cm 10 kg
Wizz Air 55 x 40 x 23 cm 10 kg

Verbotene Gegenstände im Handgepäck

Es dürfen aufgrund des Luftsicherheitsgesetzes folgende Gegenstände nicht mit in die Passagierkabine genommen werden:

  • Waffen jeglicher Art
  • Gegenstände, die nur wie Waffen aussehen oder als Waffe gebraucht werden können (z.B. Baseballschläger, Sricknadeln, usw.)
  • Kinderspielzeug in Form von Waffen
  • Messer, die länger als 6 cm sind, und Rasierklingen
  • explosions-, brandgefährliche oder ätzende Stoffe und Flüssigkeiten

Die IATA gibt allgemeine Richtlinien für Fluggäste vor, die aber je nach Fluggesellschaft, Flugzeugtyp oder Flugstrecke variieren können. Ein Verstoß gegen das Luftsicherheitsgesetz kann zu 2 Jahren Freiheitsstrafe führen.

Flüssigkeiten dürfen nur in eingeschränkten Mengen mitgenommen werden. Über die Regelungen der Mitnahme von Flüssigkeiten gibt die EU-Handgepäcksrichtlinie Aufschluss. Folgende Vorschriften müssen eingehalten werden:

  • Flüssigkeiten, Cremes, Gels dürfen nur in kleinen Einzelbehältnissen von max. 100 ml im Handgepäck mitgenommen werden.
  • Größere Behältnisse, die beispielsweise nur halb voll sind, sind nicht zulässig.
  • Zu den Flüssigkeiten zählen auch Deodorants, Zahnpasta, Parfüms, Kosmetik (wie z.B. Mascara), Lotionen, Rasierschaum, Haargel, Duschgel, Suppen, Marmelade, Sirup, Honig oder Leberwurst.
  • Alle Einzelbehältnisse müssen in einem transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel (mit fest integriertem Zipper oder einer Druckverschlussleiste) von max. 1 Liter verstaut werden.
  • Ein Plastikbeutel ist pro Passagier erlaubt und muss bei der Sicherheitskontrolle separat gezeigt werden.
  • Medikamente, Babynahrung und Spezialnahrung sind von diesen Richtlinien nicht betroffen. Babys müssen allerdings mitreisen und kranke Reisende müssen im Zweifelsfall nachweisen können, die eingepackten Medikamente zu benötigen (beispielsweise durch ein ärztliches Attest oder einen Dosierungshinweis eines Apothekers).

Man kann jedoch eine leere Plastikflasche mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen und diese im Wartebereich vor dem Boarding mit Trinkwasser befüllen, um für den Flug ausgestattet zu sein.

Zusätzliches Handgepäck

Im Regelfall ist es dem Passagier, der in der Economy Class reist, nur erlaubt, ein Handgepäck in die Flugzeugkabine mitzunehmen. In der Business Class kann man in der Regel 2 Handgepäckstücke mitnehmen. Viele Fluggesellschaften gestatten jedoch die Mitnahme eines zusätzlichen persönlichen Gegenstandes (personal item). Dieser sollte sichtbar kleiner sein, als das reguläre Handgepäckstück. Folgende Gegenstände können ein „personal item“ sein:

  • elektronische Geräte wie beispielsweise eine kleine Kamera oder ein Laptop/Notebook
  • Kleidung, wie zum Beispiel eine Jacke oder ein Mantel
  • eine kleine Handtasche
  • ein Gehstock oder Krücken
  • Lesematerial

Sonderregelungen beim Handgepäck

  • Mitreisende Kleinkinder

Bei mitreisenden Kleinkindern unter 2 Jahren darf häufig ein zusätzliches Handgepäckstück mit in die Flugzeugkabine genommen werden, wie etwa ein faltbarer Buggy, eine Baby-Tragetasche oder ein Kinderautositz.

  • Haustiere

Haustiere dürfen nur unter bestimmten Umständen während des Fluges in der Passagierkabine untergebracht werden. Hierbei spielt unter anderem die Größe und die Art des Tieres eine entscheidende Rolle. Die Regelungen können je nach Fluggesellschaft variieren. Kleintiere, wie Hunde und Katzen, können in einem wasserdichten und verschlossenem Behältnis auf dem Boden vor dem eigenen Sitz transportiert werden, solange die Anforderungen der maximalen Abmessungen und des Gewicht eingehalten werden. Üblicherweise werden zusätzliche Kosten für die Mitnahme eines Haustieres fällig. Andere Kleintiere, wie beispielsweise Kaninchen, Vögel oder Reptilien, dürfen generell nicht in der Flugzeugkabine transportiert werden. Tiertransporte müssen in jedem Fall einige Tage vor dem Flug bei der jeweiligen Fluggesellschaft angemeldet werden. Auch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es keine Garantie für die Mitnahme des Haustieres gibt. Eine generelle Möglichkeit ist auch der Transport des Tieres in einem speziellen, klimatisierten Frachtraumbereich. Hierbei gilt ebenfalls die Regelung des verschlossenen, wasserdichten Behältnisses (sog. Flugbox). Die Box muss eine geeignete Größe für das Tier haben und mit einem gefüllten Trinkwasserbehälter ausgestattet sein. Auch hier wird eine zusätzliche Gebühr berechnet.

  • Musikinstrumente

Musikinstrumente fallen zwar nicht in die Rubrik der gefährlichen Gegenstände, jedoch gibt es hier Sonderregelungen, da sie aufgrund ihrer Größe nur unter bestimmten Umständen als Handgepäck in die Passagierkabine mitgenommen werden dürfen. Hier variieren die Reglementierungen je nach Fluggesellschaft. Meistens können Instrumente bis zu einer Größe einer Gitarre mit in der Kabine transportiert werden. Falls dieses als zusätzliches Handgepäckstück zählt, können häufig zusätzliche Kosten dafür entstehen.

Hauptgepäck

Als Hauptgepäck wird das am Check-in-Schalter aufgegebene Gepäck bezeichnet. Die meisten Fluggesellschaften erlauben ein Gepäckstück mit festgelegten Höchstmaßen und Maximalgewicht pro Passagier. Das Gepäck wird dabei am Schalter gewogen und, falls das Maximalgewicht überschritten wird, muss eine Gebühr entrichtet werden, die teilweise sehr hoch sein kann. Es können aber auch andere Praktiken vorkommen, die zwei oder mehrere Gepäckstücke gestatten und nur das Gewicht berücksichtigen. Dies ist besonders bei Business- und Firstclasstarifen der Fall. Im Hauptgepäck dürfen ebenfalls keine Waffen und explosive Gegenstände aufgegeben werden. Ferner ist es verboten, Lebensmittel tierischer Herkunft außerhalb der EU mitzubringen. Es existieren weitere Bestimmungen bezüglich Medikamente, Alkohol, Printsachen und weitere, die je nach Land und Art der mitgeführten Gegenstände unterschiedlich sind. Nachdem das Gepäck erfolgreich registriert ist, wird dem Fluggast ein Gepäckschein ausgehändigt, der alle wichtigen Informationen zum Gepäck enthält. Mit diesem Schein können die Sachen im Fall des Verlustes eindeutig identifiziert werden.

Freigepäck

Das Entgelt für den Gepäcktransport ist in der Regel im Flugpreis bereits enthalten. Nur bei Billigfluggesellschaften oder in den günstigsten Tarifen der anderen Fluggesellschaften wird für jedes Gepäckstück eine Gebühr verlangt. Andernfalls wird die Menge an Gepäck, die ohne weitere Kosten mitgenommen werden darf, als Freigepäck bezeichnet. Diese Menge kann sich entweder nach dem Gesamtgewicht oder nach der Anzahl der Gepäckstücke richten. Bei der ersten Variante kann das feste Gesamtgewicht auf mehrere Gepäckstücke pro Reisenden aufgeteilt werden. Eine eher strengere Möglichkeit ist die Begrenzung der Gepäckmenge nach Gewicht und nach Anzahl der Koffer gleichzeitig. Sollte das Gepäck das zulässige Gesamtgewicht überschreiten, muss eine Gebühr für Übergepäck entrichtet werden. Diese ist entweder von jeden zusätzlichen Kilogramm abhängig oder wird pauschal in verschiedenen Gewichtsklassen erhoben. In jeden Fall kann die Übergepäckgebühr relativ hoch sein. Üblich sind zwischen 10€ und 25€ pro Kilogramm Übergepäck, abhängig von der Flugstrecke.

Begriffe Rund um das Gepäck

  • approved carry-on

Das Handgepäckstück wird oftmals bereits beim Check-in mit einer Klebemarke versehen, auf dem "approved carry-on" steht. Gewicht, Größe und Inhalt des jeweiligen Gepäckstücks sind ausschlaggebend dafür, ob es als Handgepäck mit an Bord des Flugzeuges darf oder als Aufgabegepäck im Frachtraum befördert wird. Das Handgepäck-Bändchen wird vorab verteilt, damit das Boarding beschleunigt wird. Zusätzliche Kontrollen am Gate oder in der Flugzeugkabine sind nicht mehr erforderlich.

  • personal item

Auf einer weiteren Klebemarke findet sich die Aufschrift "personal item". Dieses kennzeichnet den persönlichen Gegenstand, den Passagierebei einigen Fluggesellschaften zusätzlich zum Handgepäck mit in die Flugzeugkabine nehmen dürfen. Somit wird den Fluggästen eine Differenzierung bezüglich des Aufbewahrungsortes in der Kabine unter dem Vordersitz (personal item) in den Gepäckfächern (approved carry-on) erleichtert und das Boarding kann schneller abgeschlossen werden.

Reisegepäckversicherung

Reisegepäck kann man wie viele andere Gegenstände auch versichern. Eine Reisegepäckversicherung kann unter Umständen schon bei Buchung der Reise angeboten werden. Gepäck kann verloren gehen, beschädigt, oder auch zerstört werden.

Siehe dazu: Reisegepäckversicherung.

Verspätungen wegen Gepäckausladen

Das Nichterscheinen eines bereits eingecheckten Passagiers beim Boarding stellt keinen außergewöhnlichen Umstand dar. Dies ist ein typsisches Risiko beim Betrieb eines Verkehrsfluges. Genauso verhält es sich auch, wenn das bereits eingecheckte Gepäck dann wieder aus dem Flugzeug entladen werden muss. Vielmehr handelt es sich bei diesem Vorgang um einen gewöhnlichen und häufig vorkommenden Umstand, der üblicherweise mit dem Ablauf der Personenbeförderung im Luftverkehr verbunden ist oder verbunden sein kann. Somit liegt kein außergewöhnlicher Umstand vor. Das Flugunternehmen muss alle ihr zumutbaren Maßnahmen treffen, den Gast noch rechtzeitig zu befördern. Dazu gehören ausreichende Zeitreserven im Rahmen der Rotationskette des Flugzeuges, oder etwa die Passagiere mit einem vorrangigem Anschlussflug vorrangig zu behandeln und diese direkt zu ihrem Flug zu bringen.

Beschädigung, Verspätung, Verlust des Gepäcks

Kommt es rund um den Flug zu Beschädigung oder Verlust des Gepäcks, ist für Passagiere folgendes zu beachten:

Bei Feststellung eines Verlustes, einer Zerstörung oder Verspätung des Gepäcks am Zielflughafen: Gepäckverlust
Bei Beschädigung des Gepäcks während des Fluges: Gepäckbeschädigung
Rechtsgrundlage etwaiger Ansprüche ist im Wesentlichen das Montrealer Übereinkommen
- Gerichtliche Verfolgung von Ansprüchen Gerichtsstand bei Gepäckschäden